Gewässer
Bis Redaktionsschluss wurden insgesamt 7 Schwarzfischer ertappt und angezeigt. Alle Festnahmen erfolgten durch den Gewässerwart, G. Schreindobler und mich. Es lässt leider nicht nach, die schönen Forellen im glasklaren Wasser sind wohl doch zu verlockend. Mehrmals wurde über 2 Ecken von Schwarzfischern berichtet, die von Erlaubnisscheininhabern beobachtet wurden; da leider nichts unternommen wurde, bitten wir nochmals eindringlich, in solchen Fällen die Polizei unter der Ruf-Nr. 110 um Hilfe zu bitten.

Trotz dieser Vorkommnisse war die Saison, wie erwartet, die beste seit 20 Jahren. Erheblichen Anteil daran hat die seit Jahren forcierte Besatzpolitik mit Fischen über 45 cm, da diese weder von Gänsesäger, Reiher oder Kormoran gefressen werden können. Alles was an kleineren Fischen besetzt wird, führt innerhalb kürzester Zeit zu einem erheblich zunehmenden Fraßdruck durch fischfressende Vögel. Sehr gut zu beobachten war dies nach dem Junibesatz, bei dem ein gewisser Prozentsatz an Fischen zwischen 35 und 40 cm dabei war. Innerhalb weniger Tage war eine täglich zunehmende Anzahl von Kormoranen zugange, bis die kleineren Fische fast alle vernichtet waren. Dies spielte sich alles innerhalb der 2wöchigen Besatzsperre ab; ich konnte das sehr genau beobachten, denn ich hatte mir für diese Zeit Urlaub genommen und war täglich mehrmals vor Ort. Nachdem die Fischerei wieder begonnen hatte, wurden bis dato nur noch einzelne Kormorane gesichtet.

Was den Besatz mit Eiern in WV-Boxen betrifft, ist leider festzustellen, dass diese Methode, obwohl an sich sehr erfolgreich, leider dazu führt, dass, kaum dass schwimmfähige Jungfische vorhanden sind, sich vermehrt alle Arten von fischfressenden Vögeln einstellen und Jagd auf diese machen. Es hat sich herausgestellt, dass, egal ob wir 200.000 oder nur 50.000 Eier einbringen, im nächsten Frühjahr nur noch eine verschwindend geringe Anzahl von Jungforellen vorhanden ist. Es scheint eine Tatsache zu sein, dass wir damit die Vermehrung dieser Vögel noch unterstützen. Wir haben daher beschlossen, das WV-Boxenprojekt einzustellen und stattdessen jeweils im Herbst eine große Menge laichfähiger Bachforellen einzusetzen.

Das bringt verschiedene Vorteile mit sich: Die Fische haben bereits eine Größe, dass Sie während des Winters nicht von Kormoranen gefressen werden können.

Die Forellen laichen bereits diesen Winter ab und produzieren reichlich eigene Nachkommen.

Wir müssen im Februar nicht mehr besetzen, da genügend überwinterte Bachforellen zum Saisonauftakt vorhanden sein werden. Der Februar war in den letzten Jahren teilweise so kalt, dass ein Besatz nicht möglich war.

Um in den Genuss aller Vorteile zu gelangen, ist es allerdings erforderlich, dass diese Fische bis zum Frühjahr nicht gestört werden, denn nur dann können sie in Ruhe ablaichen und sich anschließend vom anstrengenden Laichgeschäft wieder erholen. Ich darf also hier darauf hinweisen, dass es tierschutzrechtlich nicht zulässig ist, auf Fische jeglicher Art während der Schonzeit zu fischen, denn es fehlt der hierzu erforderliche vernünftige Grund. Sollte das ausnahmsweise und wider Erwarten doch der Fall sein, werden wir dagegen vorgehen. Wir gehen allerdings davon aus, dass das allen bekannt ist und Sie sich alle waidgerecht verhalten werden..

Die Umstellung auf den Besatz mit ausschließlich bereits größeren, laichfähigen Fischen bringt es mit sich, dass eine Anpassung der Fischentnahmen erforderlich

wird. Ab der Saison 2008 gilt folgendes Fanglimit: 2 pro Tag, 4 pro Woche und 30 pro Jahr. Als Ausgleich dafür entfällt für die Inhaber von Jahreskarten die Beschränkung auf einen Fisch über 50 cm pro Tag. Es gilt als sicher, dass diese Regelung zwar Ihren Fang nach Stückzahl verringern, ihn nach Gewicht aber erhöhen wird. Erforderlich machen diese Regelung die lediglich ca. 10 % der Erlaubnisnehmer, die immer noch zwischen 30 und 40 Fische entnehmen. Laut den vorgelegten Fangaufzeichnungen sind also mindestens 90 %  von Ihnen nicht betroffen.

Für 2008 ist im Grabenkopf ein Besatzversuch mit einem kleinen Posten Seeforellen und als Futter dafür mit Renkenbrut geplant. Für die Seeforelle gilt das gesetzliche Schonmaß von 60 cm, beachten Sie aber, dass diese keinesfalls im ersten Jahr bereits das Maß erreichen werden. Um Verwechslungen mit der Bachforelle oder der Regenbogenforelle vorzubeugen, achten Sie darauf, dass die Seeforelle keine roten sondern nur schwarze Punkte oder Flecken hat, die Flanken sind silbrig, nicht bunt wie bei der Bachforelle. Die Seeforelle hat keine schwarze Zeichnung auf der Schwanzflosse wie die Regenbogenforelle.

Ab 2008 gilt ein neuer Pachtvertrag; daraus ergibt sich, dass die Pachterstattung in Höhe von € 3000,-- wegen der Absenkung entfällt, da wieder auf den alten Wasserstand aufgestaut werden soll. Zudem hat die Verpächterin angekündigt, ab 2008 wieder ein schon immer vertraglich zugesichertes Kontingent an Tageskarten in Anspruch zu nehmen. Da diese Tatsachen einerseits Mehrausgaben und andererseits Mindereinnahmen zur Folge haben, haben wir nur die Wahl zwischen erheblich weniger Besatz oder einer Erhöhung der Erlaubnisscheingebühr. Da wir nicht annehmen, dass Sie mit geringerer Qualität oder weniger Besatz zufrieden wären, haben wir für 2008 eine Erhöhung auf  € 200,-- beschlossen.

Was die Umfrage wegen der externen Beschwerung betrifft, haben 80 % der Teilnehmer dafür gestimmt, keine externe Beschwerung mehr zuzulassen. Da eine derartige Regelung für Einige aber erhebliche finanzielle Folgen hätte, nämlich Austausch des kompletten Fliegenvorrates, haben wir vorerst keine derartige Beschränkung vorgesehen, weisen aber darauf hin, dass nur 1 Bleischrot bis max. 3 mm Durchmesser erlaubt ist, also keine Bleiketten, Tungstenpaste etc..

Wir setzen, was schonende Befischung betrifft, auf Ihre Vernunft. Dazu gehört auch das widerhakenlose Fischen. Insbesondere im Hinblick auf die sehr lange Saison am Abfanggraben, in der während 4 Monaten eine Fischart Schonzeit hat, sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, zumindest in diesen Perioden widerhakenlos zu fischen, denn zu 100 % sind Fänge während der Schonzeit auch bei größter Sorgfalt nicht zu vermeiden. Es ist nur zu Ihrem Vorteil, der Fischbestand wird erheblich besser geschont.

Wie jedes Jahr darf ich als Verwalter des Abfanggrabens darum bitten, sofern Sie den Graben nächstes Jahr nicht mehr haben möchten, mir dies so bald wie möglich mitzuteilen, da wir eine Warteliste haben und wir die Erlaubnisscheine immer gleich mit den richtigen Personalien in der Druckerei ausdrucken lassen möchten. Außerdem bitte ich diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer, keinen der Ausgabetermine wahrnehmen können, mir Ihren Erlaubnisschein mit Arbeitsdienstnachweis, Überweisungsbeleg, Kopie Ihres staatlichen Fischereischeines sowie einem frankierten Rückumschlag zu übersenden.

Norbert Scheuer

2. Schriftführer

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