Kolumne

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Aus aktuellem Anlass noch einmal der Hinweis: Die in der Kolumne veröffentlichten Artikel spiegeln nicht zwingend die Meinung der Vorstandschaft wider! Die in der Kolumne veröffentlichten Artikel entspringen, sofern nichts anderes vermerkt ist, den Federn einiger unserer Mitglieder oder anderer, dem Verein nahestehender Personen. Die in der Kolumne veröffentlichten Artikel und Glossen sollen durchaus zu Diskussionen anregen, deshalb befassen sie sich auch zum Teil mit kontrovers diskutierten Themen und bedienen sich hierfür auch schon einmal einer Ausdrucksweise, die vielleicht nicht bei jedem Leser Begeisterung hervorruft, sei es inhaltlich oder stilistisch. Auch etwas provokantere Artikel mit dem Potential zur Polarisierung finden hier ein Forum zur Veröffentlichung, jedoch immer unter Hinweis darauf, daß die vertretenen Meinungen und Aussagen nur jeweils die Sicht des Verfassers widerspiegeln. Beschwerden über Inhalt und Form sind also im Falle des Abhandenseins von Toleranz, Verständnis und Akzeptanz des Rechtes auf freie Meinungsäusserung an die jeweiligen Autoren zu richten! Wer nicht in der Lage ist, satirische Texte als solche zu erfassen und sich vielleicht persönlich angegriffen sieht oder Zweifel hat, ob sich die getätigten Aussagen mit geltendem Recht vereinbaren lassen, dem sei eine kurze Definition des Begriffes Glosse ans Herz gelegt: Unter einer Glosse versteht man einen kurzen und pointierten, oft  ironischen, satirischen oder polemischen journalistischen Meinungsbeitrag.

Also einfach nicht alles so bierernst nehmen, auch wenn an dieser Stelle zugegebenermassen tatsächlich manchmal etwas polemisiert wird.

Danke und Prost ...

PS: Noch ein Wort an die bisherigen Autoren: Weiter so, viele freuen sich schon auf neue, kurzweilige Geschichten!

Ist da noch Leben im Fluss? Fragst du dich nach einem gewaltigen Hochwasser. Wenn der Fluss alles vernichtet, was ihm in die Quere kommt, alles tötet, was oder wer hinein fällt, wie kann dann ein Fisch diesen Sturm und Kieselhagel unbeschadet überstehen? Wenn der Fluss nicht mehr nur ein Behältnis für ein Quatum H²O ist, sondern einer Mure gleicht, einer Lawine aus Sand, Steinen und Schlamm, ein tödliches Gerinne für ein Gemisch aus Schutt und einem Quäntchen Wasser, wie kann ein Fisch darin noch leben, wie das überleben ?

Eine Polemik anlässlich des Aaljahres 2009

 

Im Lexikon mag er ganz weit vorne stehen, in der Gunst des Fliegenfischers rangiert er bestenfalls irgendwo zwischen Quappe und Qualle. Daran ändert auch nichts, dass der Aal gerade in einer konzertierten Aktion der zuständigen Verbände zum Fisch des Jahres 2009 gekürt wurde.

Verfügte das Bundesamt für Naturschutz über ähnlich ansehnliche Mittel wie die Bundesregierung, hätte man dem lichtscheuen Gesellen wahrscheinlich noch ein 500-Milliarden-Euro-Paket geschnürt: Als kleine Wegzehrung für seine beschwerliche Reise von den Bermudas bis Rottach-Egern. Dass der Aal in den warmen Wogen rund um das tropischen Steuerparadies sein geschmeidiges Dasein beginnt, um sich Jahre später in oberbayerischen Forellenbächen zu mästen, macht den Gierschlund etwa so sympathisch wie die Lehman-Brothers. Und was ist schon von einer Unterwasserschlange zu halten, die sich ohne Rücksicht auf Verluste den Köder bis zum Bodenblei einverleibt?

"Die gute, alte Zeit des englischen Fliegenfischens: Über Magenlöffel und Journalisten, die freiwillig baden gehen

schoon02Die letzten Tage vor Saisonbeginn sind die härtesten. Man fiebert dem großen Tag entgegen, aber der 16. April rückt einfach nicht näher. (Zur Erinnerung: Das ist unser erster Angeltag an der Stadt-Isar.) Also muss Ablenkung her: Vielleicht sollte ich mal wieder etwas übers Fliegenfischen lesen, Bücher und Zeitschriften zum Thema besitze ich ja genug.

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Der englische Autor Paul Torday schreibt in seinem amüsanten Roman „Lachsfischen im Jemen“ über Fliegenfischer, die der Politik ins Netz gehen


Von Zeitgenossen, die ihre Erfüllung darin finden, mittels ausgeklügelter Kerbtierattrappen ahnungslose Flossenträger naszuführen, müsste man auch sonst Kurioses erwarten können. Da ist es erstaunlich, wie wenige Fliegenfischer jenseits des Forellenbaches auffällig werden. Dass die Sonderlinge mit Dosen gebüschelter Goldhahnfedern nicht nebenbei noch tauchbereite Fahrräder oder kalt bratende Frittierpfannen erfinden, hat allerdings einen einfachen Grund: Den Besessenen fehlt dazu schlicht die Muße.

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